Koffer-Lastzug Transport-Haase

Das Modellbauprojekt für 2018 ist wieder ein Fahrzeug der bis 1945 in Plauen ansässigen Vogtländischen Maschinenfabrik AG Vomag.                                                                                 Das Modell ist einem dreiachsigen LKW vom Typ 8 LR 658 mit 160 PS von 1939 nachempfunden. Das Vorbildfoto habe ich im Buch „VOMAG – Eine Legende in Bildern“ aus dem Verlag Kraftakt gefunden.

Bild: Vomag-Archiv Christian Suhr, Reichenbach

Über die Spedition Haase konnte ich zunächst keine weiteren Informationen finden. Es gibt noch weitere Bilder von Transport-Haase Fahrzeugen, die alle Lastwagen von Vomag zeigen. Vomag war offensichtlich die bevorzugte Marke dieser Spedition. Ich bin mir auch sicher, dass die Firma keine reine Möbelspedition war. Auf einem Foto ist aber ein Anhänger abgebildet, der mit „Transport-Haase Möbelspedition Hamburg I“ beschriftet ist. Somit passt die Spedition in meine Möbelwagen-Sammlung.

Mangels entsprechender Informationen musste ich bei der Farbgebung des Modells meine Fantasie spielen lassen. Das Rautenband an den Aufbauseiten und das schwarze „V“ im Anhängerdreieck auf dem LKW-Dach sind Hinweise, dass die Spedition Mitglied im „Reichs-Kraftwagen-Betriebsverband RKB“ war.

Zwischenzeitlich habe ich einige Informationen zur Spedition Transport-Haase bekommen. Demnach hat Transport-Haase Bananen aus dem Hamburger Hafen transportiert, die die Afrikanische Frucht-Companie mit Kühlschiffen von Afrika nach Hamburg verschifft hatte. Es ist naheliegend, dass diese Transporte mit den großen Vomag-Dreiachsern durchgeführt wurden, weniger dagegen Möbeltransporte. Es gibt aber das Bild eines Mercedes Lastzuges mit Möbelkofferaufbau von Schumann in Werdau.

Bei der Suche in alten Hamburger Adressbüchern, die online eingesehen werden können, bin ich in der Ausgabe 1932 das erste Mal auf einen Eintrag von Transport-Haase gestoßen. Hier wird das Tätigkeitsfeld mit „Spedition und Möbeltransport“ angegeben. Als Anschrift ist die Spaldingstraße 86-88 genannt. Ab 1933 lautete die Anschrift Spaldingstraße 155. Ab 1951 ist die Anschrift Spaldingstraße 117. Den letzten Eintrag von Transport-Haase habe ich im Hamburger Adressbuch von 1974 gefunden.

Die Beschriftung der Kofferaufbauten ist mit dem Computer erstellt. Eine kleine Besonderheit ist mir auf Bildern verschiedner Trasnport-Haase Fahrzeuge aufgefallen: Bei der Beschriftung der rechten und linken Aufbauseiten ist das Logo mit dem Fügelrad so angebracht, dass der Hase immer in Fahrtrichtung springt.

Das Fahrgestell des Zugwagens ist vom Mercedes L 10000 von WIKING, Es wurde durch neue Tanks und Luftkessel sowie eine andere Stoßstange an den Vomag angepasst. Motorhaube und Fahrerkabine sind aus 0,5 mm Kunststoffplatten, die Kofferaufbauten sind aus Pappe, die Dächer aus einer Kombination von Pappe und Kunststoff.

Den Lastwagen habe ich mit einem Dreiachs-Anhänger ergänzt, eine Kombination, die in den 1930er Jahren durchaus üblich war. Das Fahrgestell des Anhängers ist von BREKINA. Es wurde lediglich etwas verlängert und die Räder gegen Trilex-Räder von WIKING getauscht.

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