Möbelwagen H. Baum

Für meine erste Bastelarbeit 2016 habe ich einen dreiachsigen Möbelwagen vom Typ Vomag DL 48 der Spedition Hermann Baum aus Plauen ausgewählt. Vomag Möbelwagen Baum

Nach dem Foto habe ich zunächst wieder eine Zeichnung angefertigt. Leider konnte ich keine weiteren Informationen zur Spedition Baum finden. So beruht die Farbgebung des Möbelautos auf reiner Phantasie. Ich habe mich dabei für Weiß und Blau entschieden. Die entsprechende Beschriftung wurde am Computer angefertigt.Vomag Baum Zeichnung

Als Grundlage für das Modell dient ein Mercedes L 10000 von WIKING. Die Pritsche wurde entfernt und die Motorhaube von der Fahrerkabine abgetrennt. Am Fahrgestell wurden die Stoßstange und die seitlichen Kästen abgetrennt. Dafür wurden Luftkessel und Tanks angebracht, um das Fahrgestell dem Vomag anzupassen. Die Fahrerkabine ist aus 0,5 mm starken Plastikplatten, der Möbelkoffer aus starker Pappe. Später wird dieser mit der Beschriftung versehen.

Zwischenzeitlich ist der Rohbau fertig.Vomag Baum MöbelwagenmodellVomag DL 48 Baum Möbelwagen-Modell

Die nächsten Schritte sind die Anfertigung weiterer Kleinteile (Scheinwerfer, Kühler) des Dachs, die Lackierung und der Zusammenbau des Modells.

Hier nun das fertige Modell:

H. Baum Vomag Möbelwagen

Bei der Gestaltung der Motorhaube bin ich einen anderen Weg gegangen. Da ich die Linienrahmen auf den Motorhaubenseiten und auf den Türen darstellen wollte, habe ich entsprechende Decals mit dem Tintenstrahldrucker erstellt. Dabei habe ich auch die Lüftungsschlitze der Motorhaube mitgedruckt. Die sind dadurch zwar nicht plastisch dargestellt, aber ich finde, die Wirkung ist trotzdem gut.

Bei den bisherigen Modellen habe ich die Farbe der Kabinen durch Mischen von Modell-baufarben den Möbelaufbauten angepasst. Hier dachte ich, dass dieser Arbeitsschritt entfallen würde. Weiß ist aber nicht gleich Weiß. Der Farbton der verwendeten Farbe für Kabine und Motorhaube weicht leider von dem Weiß des Papiers, auf das ich die Aufbau-beschriftung gedruckt habe, ab.

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Verhuiswagen J. van Zijtveld

Mein zweites Modell eines niederländischen Möbelwagens ist 2015 entstanden. Es ist einem Diamond T aus den 1930er Jahren der Spedition J. van Zijtveld in Haarlem nachempfunden. Amerikanische LKW-Marken waren wohl bei holländischen Möbel-speditionen weit verbreitet. Ob es die Spedition noch gibt, weiss ich nicht. Ich habe aber ein Bild des Wagens gefunden, auf dem er in einem Depot steht (vielleicht ein Museum oder ein Sammler). Ich gehe daher davon aus, dass das Möbelauto noch existiert.

Zeijtveld 08

Der Bau des Modells ist in der gewohnten Weise erfolgt. Der Möbelwagenaufbau ist aus Karton entstanden. Die Anfertigung der Beschriftung war bei diesem Modell durch die unterschiedlichen Größen der Buchstaben etwas aufwändiger. Fahrgestell und Kotflügel sind von einem Mercedes N 56 von ROSKOPF und die Kabine ist aus 0,5 mm Plastik-platten. Den Kühlergrill wollte ich zunächst aus dünnen Plastikstreifen fertigen. Es war aber unmöglich, so schmale Streifen zu schneiden, ohne dass diese sich verformt hätten. Auch ein zweiter Versuch mit dünnem Draht hat kein befriedigendes Ergebnis gebracht. Die Konstruktion war einfach zu filigran und instabil. Ich habe daher das Kühlergitter am Computer gestaltet, den Ausdruck ausgeschnitten und auf die Kühlerverkleidung geklebt. Eine weitere Herausforderung für mich war die Halterung der vorderen Scheinwerfer. Versuche, die Querstange vor dem Kühler aus 0,5 mm starkem Draht mit Sekundenkleber zu befestigen, sind gescheitert. Ich habe dann nach vielen Jahren wieder mal zum Lötkolben gegriffen. In ein Brett habe ich zwei Löcher im gewünschten Abstand gebohrt, in die die senkrechten Halterungen der Lampen gesteckt wurden. Die entsprechend gebogene Querstrebe wurde zwischen diesen beiden Drähten fixiert und angelötet. Es hat gleich beim ersten Versuch geklappt. Überschüssiges Lötzinn wurde vorsichtig abgefeilt. Die Konstruktion war dann stabil genug, um sie an den vorderen Kotflügeln zu befestigen und die Lampen daraufzusetzen. Auf dem Vorbildfoto war die vordere Stoßstange offenbar nachträglich durch ein U-Profil ersetzt worden. Ich habe mich bei der Gestaltung an der Originalstoßstange der Diamond T Lastwagen aus dieser Zeit orientiert, die in der Mitte gekröpft ist.

Zeitveld neu 02

Das Originalfoto des Wagens findet man bei: http://www.hetnederlandschekentekenarchief.nl/hnka/index.php?topic=38.0

 

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Großflächen-Möbelwagen August Müller

Das 2014 gebaute Modell ist wieder ein Wagen der Spedition August Müller aus Johanngeorgenstadt. Es handelt sich um einen Vomag 5 Cz. Auf der Website der Firma Auto-Teile-Becher ist ein Foto des Möbelwagens vor dem Berliner Reichstag abgebildet. Dazu wird erläutert, dass das Foto 1933 kurz nach dem Reichstagsbrand nach einer Fahrt von Johanngeorgenstadt nach Berlin aufgenommen wurde.

Bildquelle: www.auto-teile-becher.de

Bild mit freundlicher Genehmigung von Herrn Christian Becher  –  Bildquelle: www.auto-teile-becher.de

 

Bei der Farbgebung hatte ich mich zunächst an einem nachkolorierten Foto auf der Website von Auto-Teile-Becher orientiert, auf dem die Möbelwagen blau eingefärbt waren. Herr Christian Becher teile mir auf Nachfrage aber mit, dass der Vomag in dunkelgrün mit brauner Schrift und hellgrauem Dach und Fahrgestell lackiert war.  Auf den Fotos des Modells wirkt die Schriftrfarbe leider wie Orange.

Der Bau des Modells ist wieder in der gewohnten Weise erfolgt. Fahrgestell, Motorhaube, Räder und Kühlergrill sind von einem Mercedes-Modell von ROSKOPF. Der Kühlergrill wurde durch ein Vomag-Logo, das ich entsprechend verkleinert und auf Decalfolie gedruckt habe, ergänzt. In einem Buch über Vomag habe ich die Maße der Vomag 5 Cz Großflächenwagen gefunden. Danach betrug der Radstand 5600 mm, was im H0-Maßstab 64,3 mm entspricht. Das Fahrgestell wurde entsprechend verlängert. Die Kabine ist aus 0,5 mm Plastikplatten entstanden, der Möbelaufbau wieder aus Karton.

Hier noch die weiteren Maße: Länge 8850 mm = 101 mm, Breite 2100 mm = 24 mm, Höhe 3100 mm = 35,6 mm

In Anlehnung an das Foto vom Original habe ich das Modell auch vor einem Hintergrund mit dem Berliner Reichstag fotografiert.

August Müller Vomag 5 Cz 1

August Müller Vomag 5 Cz 4

August Müller Vomag 5 Cz 8

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Verhuiswagen L. P. Meijer

Das Modell eines Volvo L 370 Möbelwagens der Spedition L.P. Meijer aus Amsterdam habe ich bereits 2011 begonnen, aber erst in 2013 fertiggestellt.

Ob die Spedition Meijer in Amsterdam noch existiert, weiss ich nicht. Die Suche im Internet nach L.P. Meijer, Amsterdam liefert nur Hinweise auf eine Parkgarage an der Firmenanschrift.

rdam

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wagen passt zwar nicht ganz in die Epoche 2, als ich jedoch Bilder des Autos sah, kam mir die Idee, dass man ein entsprechendes Modell unter Verwendung einer Motorhaube des alten Bedford von LEGO bauen könnte. Nachdem ich eine entsprechende Kabine als Bastelschrott erworben hatte, musste ich allerdings feststellen, dass die Motorhaube nicht unverändert übernommen werden konnte. Die Stoßstange weicht doch zu sehr von der des Volvo ab. Also habe ich die Stoßstange vorsichtig mit der Kleinbohrmaschine abgefräst und eine neue Stoßstange an einem LKW-Fahrgestell von WIKING angebracht. Die Kühleröffnung wurde herausgesägt und neue Querstege aus schmalen Plastikstreifen aufgeklebt. Die Kühleröffnung habe ich noch von hinten mit einer schwarz lackierten Plastikplatte verschlossen. Insgesamt wirkt die Motorhaube etwas kürzer als beim Original. Das habe ich aber in Kauf genommen.

Die LEGO-Kabine habe ich von der Motorhaube abgesägt. Dabei mussten die hinteren Enden der Kotflügel stehen bleiben. Die neue Kabine wurde aus 0,5 mm Plastikplatten gebaut. Der Aufbau ist wieder in der gewohnten Art aus Pappe und Karton entstanden.

Volvo Möbelwagen L.P. Meijer

Im Internet kann man Bilder eines Volvo L 370-Möbelwagens finden, dessen Kabine und Motorhaube blau lackiert sind und der eine andere Beschriftung am Aufbau hat. Da der Wagen aber das gleiche Zulassungskennzeichen wie der Meijers-Wagen hat, vermute ich, dass es sich bei diesem Auto um den restaurierten L.P. Meijer Verhuiswagen handelt.

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Möbellastzug Transport-Knöfler Teil 4

Die einzelnen Bauteile sind nun fertig für den Zusammenbau…

Transport Knöfler halbfertig 1

…und das fertige Modell

Transport-Knöfler Renault Möbelwagen

Fazit: Bei allen Modellen macht man Fehler. Bei diesem Modell sind mir zwei Fehler unterlaufen. Der Schriftzug „Fraureuth/Th.“ geht beim Original bis zu den hinteren Kotflügeln. Beim Modell ist er zu kurz geraten. Ich hätte das schon auf der Zeichnung erkennen können. Leider habe ich es erst nach dem Aufkleben der Beschriftung bemerkt. Nachdem ich das fertige Dach aufgesetzt hatte und von oben auf das Modell schaute, kam es mir etwas schmal vor. Beim Bau der Kabine hatte ich mich an den Vorderkotflügeln von WIKING orientiert. Dabei habe ich übersehen, dass die Kabine bei Koffer-Lastzügen etwas schmaler als der Aufbau ist. Beim Modell hat der Aufbau aber die gleiche Breite wie die Kabine, dadurch fehlen etwa 2 mm. Wenn man hochrechnet, kommt man so zu einer Originalbreite von 2,10 m. Außenstehenden fällt das vielleicht nicht auf den ersten Blick auf, wenn man aber selbst die gemachten Fehler kennt, stören sie einen auch.

Dann ist noch ein Problem aufgetaucht, das ich nicht erwartet hatte. Die vordere Dachbeschriftung „Möbel-Express“ wollte ich mit weißen Abreibebuchstaben anbringen. Aber, es gibt keine Abreibeschriften mehr. Selbst in gut ausgestatteten Bürobedarf-geschäften hat man nur achselzuckend abgewunken. Ich habe den Schriftzug daher ausgedruckt, ausgeschnitten und auf die vordere Dachfront geklebt. Obwohl ich den aufgeklebten Ausdruck noch um die Schrift herum überlackiert habe, hat das den Nachteil, dass man die Schnittkanten erkennen kann.

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Möbellastzug Transport-Knöfler Teil 3

Die Fahrerkabine ist aus 0,5 mm Plastikplatten gebaut. Da bei dem Vorbildfoto der Kühler mit einer Winterschutzdecke versehen ist, stellte sich beim Kühlergitter die Frage, ob die Kühlerschlitze senkrecht oder waagerecht sind. Bei Renault-Lastwagen aus dieser Zeit gibt es beide Versionen. So habe ich Bilder von 4,5 t und 5 t LKW mit senkrechten Schlitzen gefunden aber auch Renault-LKW mit waagerechten Schlitzen. Ausschlaggebend war dann der Speditionsbericht im „Historischer Kraftverkehr“. Dort ist eine alte Rechnung der Spedition Knöfler von 1948 abgebildet, die eine Abbildung des Möbelzugs mit waagerechten Kühlerschlitzen zeigt.

Transport-Knöfler Kabine 3

Transport Knöfler Kabine 4

Die Dächer für den Zugwagen und für den Anhänger haben eine Unterkonstuktion aus Holz, auf die gewölbte Kartonplatten aufgeklebt wurden, Dadurch lässt sich der Überstand am Heck darstellen. Die vorderen Dachwölbungen sind aus Balsaholz, das in die entsprechende Form gefeilt und verspachtelt wurde.

Als nächste Schritte folgen die Lackierung der Kabine und der Fahrgestelle, das Bekleben der Aufbauten mit den Beschriftungen und der Zusammenbau der einzelnen Bauteile.

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Möbellastzug Transport-Knöfler Teil 2

Nun sind die Fahrgestelle für den Zugwagen und den Anhänger und Teile der Aufbauten fertig.

Das Fahrgestell des Zugwagens ist aus Kunststoffstreifen entstanden. Die vorderen Kotflügel sind von einem WIKING Mercedes Benz, die hinteren Kotflügel aus einem dicken Filzstift. Die Tanks und Luftkessel sind aus der Bastelkiste, die Räder von einem Bierwagenmodell. Normalerweise passen moderne Felgen mit dem Schutzring über den Radmuttern ja nicht in die Epoche 2, da aber beim Original ein Ring als Aufstiegshilfe auf den vorderen Felgen ist, der beim Modell durch ein aufgeklebtes Röhrchen dargestellt wird, fallen die unzeitgemäßen Felgen dann nicht mehr auf. Das Anhängerfahrgestell stammt von einem alten WIKING Anhänger.

Knöfler Fahrgestell 3

Knöfler Fahrgestell 4

Die Kofferaufbauten sind aus stabiler Pappe gebaut. Die eingeklebten Querwände dienen zur Stabilisierung, damit sich die Aufbauten nicht nach innen verziehen. Diese Pappkästen werden später mit den Ausdrucken der Beschriftung „beplankt“.

Ich habe mir zum Basteln einige Hilsmittel hergestellt. So lassen sich beispielsweise für die Ösen an den Zugdeichseln, für Positionslampen oder als Achshalter gut die dünnen Rörchen aus Parfümflaschen oder anderen Sprühflaschen verwenden. Um diese gerade abschneiden zu können, habe ich mir eine Klemmvorrichtung gebaut. Zum Schneiden verwende ich ein Messer aus einem Ceranfeldschaber.

Schneidwerkzeug 1

Ein anderes nützliches Hilsmittel ist eine Vorrichtung zum Kleben von Bauteilen. Auf ein Holzbrett habe ich ein Blech geklebt und Aluminiumwinkel rechtwinklig als Anlage aufgeschraubt. Aus einem Holzbrettchen habe ich einen Schieber erstellt, auf dessen Unterseite Magnetband geklebt wurde. Damit kann ich verklebte Bauteile zum Trocknen fixieren. Durch das Magnetband kann der Druck des Schiebers gut dosiert werden, so dass sich die Bauteile nicht verziehen.

Klebevorrichtung 2

Die nächsten Schritte sind nun der Bau der Fahrerkabine und der Dächer.

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